SEKUNDARSCHULE SASSENBERG

 

Theaterstück zum Thema „Mobbing”

Am Donnerstag vor den Osterferien gab es für die Schülerinnen und Schüler der 5. und 6. Klassen noch ein besonderes Ereignis. Auf Einladung durch die Schulsozialarbeit und im Rahmen unserer Gewaltprävention gab Heinz Diedenhofen auf der Bühne sein Ein-Mann-Stück „Schweinebacke“ zum Besten. Und das hatte es für die Zuschauer in sich. In der guten Stunde, die das Stück auf der Bühne des Darstellen-und-Gestalten Raumes am Herxfeld gegeben wurde, saßen die Kinder sehr nahe an der Bühne und wurden auch spürbar „emotional angefasst“. Denn es ging um ein Thema, das viele Lebensräume berührt und deshalb auch in der Schule als Ort vielfältiger Gruppendynamik immer wieder von neuem ins Bewusstsein zu heben ist: Mobbing.

Dabei zeigte der Schauspieler in der dynamischen Charakterisierung eines mobbenden Schülers, dass das Phänomen immer (mindestens) zwei Seiten hat. Und das in erster Linie fehlende Empathie, der Blick auf die „andere Seite“, von der Einsicht abhält, dass es sich bei Mobbing nun einmal nicht um „Spaß“ handelt, sondern um seelische Gewalt in unterschiedlichsten Nuancen, zeitweise in körperliche Gewalt ausgeweitet. Damit Mobbing überhaupt „funktioniert“ ist eben auch ein „Mob“ vonnöten, also eine mehr oder minder anonyme Masse die „mitläuft“, oder, dies vielleicht eine der wichtigsten Botschaften des Stückes, schweigend geschehen lässt.

Das Ganze hat zuallererst mit Mut zu tun. Einmal dem Mut des Einzelnen, zu seinen Fehlern zu stehen, statt über das Quälen vermeintlich „Schwächerer“ Selbstbewusstsein aufzupäppeln. Und mit der Zivilcourage aller Einzelnen einer Gruppe sich Ausgrenzungen entgegenzustellen. Nicht zuletzt legte Diedenhofen Wert auf die Einsicht, dass auch der Mobber sich in einem fortschreitenden Prozess den besseren Anteilen seiner Persönlichkeit beraubt und in seiner menschenfeindlichen Rolle schließlich festgelegt bleibt: Jemand, mit dem AUF DAUER niemand etwas zu tun haben will!

In der anschließenden Fragerunde stellten sich die Schülerinnen und Schüler als kompetente Ansprechpartner zum Thema heraus. Nachdenklich, auch über das Stück hinaus, dürften viele Diedenhofens Auslassungen zum Thema „Cybermobbing“ und Datensicherheit gemacht haben. Denn in Zeiten so genannter Sozialer Medien fordert das Thema nicht nur die Achtung von Persönlichkeitsrechten Anderer, sondern auch ein geschärftes Bewusstsein für Selbstverantwortung (was gebe ich von mir preis und für wen?).

Sicher hat das Stück und sein Interpret seine Zuschauer auf keinen Fall unberührt gelassen. Wir bleiben am Thema!

Lesen Sie auch den Pressebericht zum Thema!

 

 

 

 

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